Wann
30.05.2026
10 - 17 Uhr
Wo
Auferstehungskirche, Friedenstraße 83, 10249 Berlin
Kosten
25 €
kostenfrei für Mitwirkende und Ehrenamtliche von "Kinder brauchen Matsch"
Inklusion ist mehr als ein Konzept – sie ist im besten Falle eine Haltung und gelebte Lebenswirklichkeit. In dieser Fortbildung setzen wir uns mit den Grundlagen zum Down-Syndrom auseinander und betrachten Inklusion als einen wichtigen gesellschaftlichen Entwicklungsprozess.
Im Mittelpunkt stehen die Lebensrealitäten, die Selbstbestimmung und die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Down-Syndrom sowie die Frage, was dies für unseren pädagogischen Alltag bedeutet. Gemeinsam reflektieren wir eigene Haltungen, Erwartungen und Grenzen und setzen sie in Beziehung zu Wunschvorstellungen und tatsächlichen Gegebenheiten.
Anhand von Praxisbeispielen aus Schule, Gruppenarbeit und Fahrten erarbeiten wir konkrete Handlungsmöglichkeiten für einen offenen, wertschätzenden und handlungssicheren Umgang. Austausch, Übungen und Rollenspiele bieten Raum, Erfahrungen zu teilen, Unsicherheiten abzubauen und die eigene pädagogische Praxis inklusiv weiterzuentwickeln.
Die Fortbildung richtet sich an alle, die Inklusion bewusst gestalten, Verantwortung teilen und Menschen in ihrer Vielfalt begleiten möchten.
Inhalte:
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Grundlagen zum Down-Syndrom und zur inklusiven Arbeit
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Einordnung von Inklusion als gesellschaftlicher Entwicklungsprozess (kurzer historischer Überblick)
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Verständnis für Selbstbestimmung, Teilhabe und Lebensrealitäten von Menschen mit Down-Syndrom
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Reflexion von Wunschvorstellungen, Realität und eigenen Haltungen im inklusiven Alltag
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Wahrnehmung und Umgang mit Herausforderungen in Begleitung, Betreuung und Beziehungsgestaltung
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Konkrete Handlungshilfen und Praxisbeispiele für Schule, Gruppenarbeit und Fahrten
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Austausch, Übungen und Rollenspiele zur Erweiterung persönlicher Handlungssicherheit
Im Zuge der voranschreitenden inklusiven Arbeit und eines breiteren Verständnisses im Umgang mit Beeinträchtigungen begegnen wir in unserer Arbeit und unserem Alltag immer häufiger auch Menschen mit Down-Syndrom. Wir sehen sie öfter allein oder in Gruppen, ohne ständige Betreuung, auf der Straße. Sie sind Teilnehmerinnen auf Fahrten, sitzen als Banknachbarinnen in der Schule oder sind als Schauspieler*innen im Kino zu sehen.
Das Ziel, sie als selbstbestimmte Mitglieder in der Mitte unserer Gesellschaft zu wissen, ist noch nicht erreicht – aber wir sind auf einem guten Weg. Dennoch bringen der Umgang und die in vielen Fällen notwendige Begleitung einige Herausforderungen mit sich. Zudem ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass wir als Gesellschaft erst seit vergleichsweise kurzer Zeit einen inklusiven Weg beschreiten.
Wir wollen offen, aufmerksam, wohlwollend und geduldig sein.
Wir wollen lernen und uns einlassen.
Wir wollen uns austauschen, um unsere Handlungsspielräume zu erweitern.
Wir wollen Menschen gleich behandeln und stoßen dabei dennoch immer wieder an Grenzen.
Alles halb so wild …
Dieser Workshop beschäftigt sich – neben grundlegenden Informationen, einem kurzen geschichtlichen Überblick sowie dem Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit – vor allem mit Erfahrungsaustausch, Praxisbeispielen und Hilfen für den Umgang auf Fahrten, in der Schule und in Gruppen. Ergänzend wird es Auflockerungsübungen sowie einige Rollenspiele geben.
Wenn ihr Lust auf dieses Thema habt,
freue ich mich, euch bei diesem Workshop zu sehen.
Referent:
Maxim Buchholz, Facherzieher für Integration