Wann
n.n.
Wo
n.n.
Kosten
65 €
kostenfrei für Mitwirkende und Ehrenamtliche von "Kinder brauchen Matsch"
Kennst du das? Eine Situation in der Gruppe kippt, ein Konflikt taucht zum wiederholten Mal auf oder du hast das Gefühl, egal was du tust, es wird irgendwie nicht besser. Vielleicht fragst du dich auch, warum dich ein bestimmtes Verhalten besonders herausfordert oder warum die Zusammenarbeit im Team manchmal so schwierig ist.
Die systemische Pädagogik lädt dich ein, solche Situationen einmal anders zu betrachten. Statt nach Schuld oder Fehlern zu suchen, schauen wir gemeinsam darauf, was dahinterstecken könnte und welche neuen Möglichkeiten sich daraus ergeben. Wir beschäftigen uns mit unserer eigenen pädagogischen Haltung, entdecken Ressourcen und probieren neue Perspektiven aus. Mit praktischen Übungen, Austausch und Zeit für deine Fragen sammeln wir Ideen, die deinen pädagogischen Alltag bereichern und vielleicht auch ein Stück leichter machen.
Inhalte
- Was steckt hinter der systemischen Pädagogik und ihrer Haltung?
- Störungen neu betrachten: Was möchte uns das Problem sagen?
- Konflikte und Gruppendynamiken besser verstehen
- Mit systemischen Fragen und Perspektivwechseln neue Wege entdecken
- Die eigene Rolle reflektieren: Was bringe ich selbst in eine Situation mit?
- Erwartungen an Kinder, Gruppen, Teams und uns selbst hinterfragen
- Teamstrukturen und Kommunikationsmuster erkennen
- Praktische Ideen für herausfordernde Situationen im pädagogischen Alltag entwickeln
Manchmal gibt es diese Situationen, die uns im pädagogischen Alltag ganz schön ins Schwitzen bringen: Ein Kind sprengt immer wieder den Ablauf, die Stimmung in der Gruppe kippt, ein Konflikt dreht sich im Kreis oder im Team scheint man einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Wir probieren vieles aus, geben uns Mühe – und trotzdem verändert sich wenig. Das kann anstrengend sein und uns auch mal an uns selbst zweifeln lassen.
Die systemische Pädagogik bietet eine andere Perspektive auf solche Situationen. Was passiert, wenn wir nicht mehr nur fragen, wie wir ein bestimmtes Verhalten abstellen können, sondern was es uns sagen möchte? Wenn wir nicht nach dem Fehler bei einer einzelnen Person suchen, sondern genauer hinschauen, was zwischen den Menschen geschieht? Und wenn wir uns selbst als Teil des Geschehens verstehen, statt alles allein lösen zu müssen?
In dieser Fortbildung lernen wir die Grundideen der systemischen Pädagogik kennen und probieren aus, was sie für unsere Praxis bedeuten können. Wir beschäftigen uns mit Konflikten, Gruppendynamiken und den Erwartungen, die wir an Kinder, Kolleg*innen und uns selbst haben. Wir schauen darauf, wie Teamstrukturen und Kommunikation unsere Arbeit beeinflussen, und nehmen auch die eigene Rolle in den Blick: Warum reagiere ich in bestimmten Situationen so? Was bringe ich aus meiner eigenen Geschichte mit? Und welche anderen Möglichkeiten habe ich?
Dabei geht es nicht darum, für jede Situation die eine richtige Lösung zu finden. Vielmehr wollen wir gemeinsam neue Fragen entdecken, festgefahrene Sichtweisen lockern und den Blick auf das richten, was bereits da ist und weiterhelfen kann.
Die Fortbildung bietet Raum für deine eigenen Fragen, praktische Übungen und den Austausch mit anderen pädagogisch Tätigen. Sie richtet sich an alle, die Kinder und Jugendliche begleiten – ob auf Ferienfahrten, in Jugendgruppen, in der Kita, in der Schule oder im Ehrenamt. Du brauchst keine Vorkenntnisse, sondern lediglich Neugier und die Bereitschaft, die eigene Perspektive hin und wieder auf den Kopf zu stellen.
Zielgruppe:
Alle die mit Kindern handlungsorientiert im Kita- und Grundschulalter arbeiten oder dies tun wollen.
Dozentin:
Mo Wollmann